Die Vigogne-Spinnerei Pfyn

Während nun Leinen, Baumwolle und die gewöhnlichen gröberen Wollsorten eine grosse Dichtigkeit und Härte des Gewebes ergeben, bot sich die feine Wolle des südamerikanischen Lama zur Herstellung von Garnen für die zarteren Gewebe und Strickwaren. Sie wurde unter dem Namen „Vigogne“ versponnen und hatte ausserdem den Vorteil einer angenehmen bräunlichen, sanft melierten Naturfarbe, welche das künstliche Färben ersparte und eine grosse Dauerhaftigkeit gewährleistete. „Die Vigogne-Spinnerei Pfyn“ weiterlesen

Meine Grossmutter

Es sind nun bald drei Jahre her, seit die Teure auf dem Gottesacker ruht. In
meinem Herzen ist aber ihr Bild noch so frisch und lebendig, dass mir
scheint, sie sei erst kürzlich von uns gegangen.  Ihr ganzes Leben war eine
aufopfernde Hingabe. Uns Enkel hat sie immer so gut verstanden und hat sich
dadurch auch unser aller Anhänglichkeit erworben. Ein reiches mannigfaltiges
Leben, das neben der Freude auch die Tiefe des Leides kennenlernte, hat sie
gelebt.
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Was mich in die Fremde lockte

„Wenn ich erst gross bin, dann will ich einmal weit fort!“ So dachte ich schon als kleines Schulmädel. Die unbekannte Welt ausserhalb der Grenzen meines Heimatdorfes hatte für mich schon etwas Anziehendes, Geheimnisvolles. Aus aufgefangenen Aussprüchen von Erwachsenen baute meine Phantasie sich ein Gebilde, das sich Welt nannte. Mit zunehmendem Alter und Verstand verstärkte sich meine Vorstellungskraft. Gleichzeitig wuchs auch die Sehnsucht nach der Ferne. „Was mich in die Fremde lockte“ weiterlesen