TMP goes NYC: The Telltale Project

The Telltale Project ist eine Ausstellung des Transitorischen Museums zu Pfyn im Ausstellungsraum Offline, der Kunsthalle CENTRAL BOOKING in New York City. Die Ausstellung wird künstlerische Arbeiten der Schweizer Künstler Alex Meszmer / Reto Müller und Mark Staff Brandl zeigen: eine Wandinstallation über Probleme von Geschichten der Kunstgeschichte von Brandl und eine Installation die Geschichten zum Thema Heimat erzählen von Meszmer/Müller. Begleitet wird die Ausstellung von Künstlergesprächen und einem Performance-Vortragsabend.

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ARBEIT / WORK

Während der Museumswoche 2015 ging das Transitorische Museum auf Reisen und besuchte sechs Handwerks- und Agrarbetriebe in und um Pfyn. Zwei Vorträge führten nach Aegypten und Indonesien. Die Fotogalerien geben einen kleinen Einblick in den Ablauf der Museumswoche.

During this years museums week the Transitory Museum of Pfyn went on a journey and visited six craft bussinesses and famers in Pfyn. Two lectures lead the audience to Egypt and Indonesia. The following photos show impressions of the week. „ARBEIT / WORK“ weiterlesen

Montevideo/Uruguay – unterwegs/ontheroad 7

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#see the english version in italicsAm Samstag Mittag waren wir zu einer Parillada bei Ana Lauras Familie eingeladen. Ana Lauras Eltern hatten eine Bäckerei im Zentrum. Sie sind um die 80 Jahre alt, aber das Backen haben sie noch nicht verlernt. Das war das absolut beste Essen, das wir in Uruguay bekommen haben! Und es war schön Ana Lauras Familie kennenzulernen, in einem bunten Kauderwelsch zu kommunizieren. Reto bekam von Ana Lauras Mutter eine Spanisch Lektion. Als er versuchte ihr Chuchichäschtli beizubringen, meinte sie nur: Du kannst mich dem Teufel verkaufen, aber das lern ich nie!

Saturday we were invited by Ana Lauras Family. Her parents had a bakery in the city centre. They are both about 80 years old and still know how to bake and cook wonderfully. Here we got the best food in Uruguay so far! It was really nice to meet her family and to communicate with them in a big mixture – english, italian, hand, feet, french. Reto got a spanish lecture from Ana Lauras mum and tried to teach her the swiss german word Chuchichaestli (kitchen cupboard – if you can pronounce that properly, you made the first step becoming swiss…) afterwards. After some trials she just said: Sell me to the devil, but I never learn that!

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Montevideo/Uruguay – unterwegs/ontheroad 2

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Wir sind in Uruguay, weil wir seit den Demokratischen Kunstwochen mit Ana Laura Lopez de la Torre zusammen arbeiten. 2015 feiert Uruguay 30 Jahre Ende der Militärdiktatur und damit 30 Jahre Demokratie. Mit dem club désirer arbeiten wir an einem Kunstprojekt zum Thema Demokratie und so haben uns das Espacio de Arte Contemporanéo und Ana Laura Lopez de la Torre zu einer Einzelausstellung im EAC und zu einem public art project zum Thema Demokratie nach Montevideo eingeladen. Die Einzelausstellung und das Projekt werden unterstützt durch die Pro Helvetia, die Schweizer Botschaft in Uruguay, die Kulturstiftung des Kantons Thurgau und die Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden. Wir werden 2015 zweimal nach Uruguay fahren: einmal im Juli für drei Wochen, um die Einzelausstellung aufzubauen und zu eröffnen und das club désirer Projekt vorzubereiten und einmal Ende September, Anfang Oktober für die Durchführung des club désirer Projekts.

We are in Uruguay, because we cooperate with Ana Laura Lopez de la Torre since the democratic art weeks. This year (2015) Uruguay celebrates 30 years of democracy and 30 years end of the military dictatorship. The club désirer project making democracy the subject of discussion was the reason why we had been invited by Espacio de Arte Contemporanéo and Ana Laura Lopez de la Torre to a Solo Show at EAC and to do a public art project in Montevideo. The Solo Show and the public art project are supported by Pro Helvetia, the Swiss Embassy in Uruguay, Kulturstiftung of the Canton of Thurgau and Kulturfoerderung Appenzell Ausserrhoden. We will be in Uruguay two times in 2015: once in July for three weeks to set up and open the Solo Show and to prepare the club désirer project and the second time end of September, beginning of October for the implementation of the club désirer project.

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Montevideo/Uruguay- unterwegs/ontheroad 1

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Am 8. Juli 2015 sind wir gegen 13.10 Uhr in Montevideo gelandet. Wir sind von Zürich mit der Swiss nach Sao Paulo geflogen; der Flug dauerte etwas über 12 h. Wenn man mit dem Finger über die Landkarte fährt, bemerkt man kaum, wie klein Europa eigentlich im Vergleich zu Afrika ist. Das wird einem erst gewahr, wenn man Stunden und Stunden darüber hinwegfliegt. Die Erdkundestunden liegen inzwischen auch zu lange zurück, dass man im Ueberflug alle afrikanischen Länder zuordnen könnte. Leider sind sie nur im Atlas so praktisch angeschrieben. Die schiere Grösse beeindruckt und gibt einem das Gefühl der Ehrfurcht vor der Grösse der Welt, vor den Entdeckern, die vor Jahrhunderten mit einfachen Schiffen losgezogen sind. Aber auch vor den Menschen, die dort leben – als individualisierte Europäer sind wir uns dessen viel zu wenig klar.
Sao Paulo – Montevideo sind noch einmal 3h Flug, die wir so ziemlich verschlafen haben. Wenn man kein Portugiesisch kann, ist es allerdings lustig und etwas abenteuerlich mit GOL zu fliegen.

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Eine Forschungsreise – a research trip (Part 1)

Im Jahr 2012 bekamen wir die Zusage für eine Künstlerresidenz der Pro Helvetia in Kairo, die wir im Herbst 2013 antreten wollten. Die Zuspitzung der politischen Situation nach dem Sturz des Präsidenten Mursi veranlassten die Pro Helvetia alle Kairo Stipendien im Jahr 2013 auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Ausserdem wurde uns klar, dass unser ursprüngliches Projekt, das sich mit der aufkeimenden Demokratie in Aegypten beschäftigen sollte, so nicht durchführbar war. So schlug uns die Pro Helvetia Kairo vor, dass wir im Herbst 2014 eine Recherche- und Forschungsreise nach Kairo (Alexandria) und Asyut machen könnten, um ein neues Projekt zu entwickeln. Diese Reise traten wir im November 2014 an und die folgenden Ausführungen sind ein Tagebuch unserer Erlebnisse in diesem spannenden Land.
Gut in Kairo angekommen – bei 27 Grad und Sonnenschein – brachte uns unser Fahrer sicher durch den Berufsverkehr – auch wenn wir zuerst kurz am zweifeln waren, als nach 5m Fahrt schon fast der Aussenspiegel ab war und dann gleich noch ein toter streunender Hund auf der Strasse lag. Die Fahrt war auf alle Fälle nichts für schwache Nerven und der Verkehr in Kairo ist, sagen wir es einmal so: gewöhnungsbedürftig für einen Europäer. Wir waren in einer Wohnung auf der Insel Gezira im Stadtteil Zamalek untergebracht. Die Strasse in der wir wohnten verläuft parallel zur Strasse des 26. Juli – eine der grossen Hauptstrassen von Kairo, die quer über die Insel Gezira verläuft – und ist etwas ruhiger, wenn man in Kairo von ruhig sprechen kann. Draussen ist es überall laut und hupt und hupt und nicht nur Autofahren ist nur etwas für Menschen mit starken Nerven (wozu zeichnet man eigentlich Spuren auf die Strassen, wenn doch bei drei Spuren locker acht Autos und ein Bus neben einander passen…) und wir fragten uns, wie man hier Strassen überquert ohne als Himmelfahrtskommando unterwegs zu sein.

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Eine Forschungsreise – a research trip (Part 2)

Am Mittwoch Morgen hatten wir sehr schnell gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wir hatten beide Durchfall (gottseidank hat die Wohnung zwei Toiletten) und uns war schlecht. Warum konnten wir bis heute nicht genau herausfinden – allerdings ist es schwierig in dem täglichen Chaos mit unseren verwöhnten europäischen Mägen nicht irgendetwas aufzugabeln. Wir haben uns an der Reiseapotheke bedient und wir wussten ja genau, dass uns eine mehrstündige Busfahrt bevorstand. In der Schweizer Botschaft bekamen wir unsere Unterlagen und Kontaktinformationen für die Kulturschaffenden in Alexandria und der Botschafts-Boy brachte uns zur Bushaltestelle, die wir ohne ihn sicher niemals gefunden hätten. Dabei mussten wir ihm mehrfach halsbrecherisch durch den Verkehr und über Strassen folgen, vor Motorhauben hüpfen usw. Die Busfahrt war dank Immodium einigermassen ok – der Bus sehr eng und voll. Mitten auf den Autobahnen sind plötzlich quer über die Strasse Schwellen aus Teer und Beton gebaut und plötzlich halten alle Fahrzeuge an, weil sie langsam drüber fahren müssen. Interessanterweise haben sich an allen Schwellen lauter kleine Marktstände angesiedelt, die sofort zu den Bussen und Autos gelaufen kommen und von Wasser bis Nüsse oder gebratene Maiskolben alles anbieten, was man auf einer Autobahnfahrt durch die Wüste brauchen könnte. Mina, unser Coach, hat uns erzählt, dass jeder in Aegypten solche Schwellen bauen kann und dass es kein Zufall ist, dass die Marktstände genau an diesen Punkten stehen.

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Eine Forschungsreise – a research trip (Part 3)

Am Montag Morgen fuhren wir um 6.30 Uhr mit dem Zug nach Assiut.
Ramses Station ist der Hauptbahnhof von Kairo und ist von Aussen ganz neu renoviert, ebenso das Innere der Bahnhofshalle, die den neuen Louvre Eingang kopiert.
Der Gegensatz zwischen dem Hochglanz der Bahnhofshalle und dem Chaos und Dreck auf den Bahnsteigen könnte nicht grösser sein. Die Züge sind alt, wobei die Expresszüge noch einigermassen in Schuss sind. Einigermassen weil der Zug am Montag Morgen dermassen dreckig war, dass es für arme kleine Schweizer Seelchen sehr viel Ueberwindung kostete auch nur auf den Sitzplatz zu sitzen. In der 1. Klasse ist etwas weniger Chaos beim Einsteigen, während in der 2. Klasse alle irgendwo hineindrängen – egal wo – und dann im fahrenden Zug ihren Sitzplatz suchen und dafür Kartonschachteln, Tüten und Taschen, Koffer, Frauen und Kinder einmal quer durch den Zug transportieren müssen. Zwischen den Waggons gibt es Toiletten, die man besser nicht benutzt (was nicht ganz einfach ist bei 5h Zugfahrt) und dort wird auch geraucht, dort sitzen Soldaten und Polizisten und wer keine Platzreservierung hat. Die Regionalzüge in Aegypten sehen so aus, wie Waggons, die zu Feuerwehrübungen in der Schweiz benutzt worden sind – sie haben keine Fenster und Türen mehr und man springt dann einfach mal auf.Auf den Bahnhöfen wird einfach über die Geleise gesprungen, Kinder suchen zwischen den Geleisen nach Büchsen für Pfand…

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