Columna Ad Finem Mundi – der Film

 

Die erste Idee zu dem Projekt ‚Columna Ad Finem Mundi‘ entstand im Juni 2008 bei einem Romaufenthalt. Beeindruckt von den Ruinen des Forum Romanum, des Capitol und von den vielen verstreuten archäologischen Fund- und Grabungsstätten, überlegten wir, wie eine Verbindung zwischen der ehemaligen Metropole Rom und dem damaligen ‚Ende der Welt‘ und Aussenposten des Weltreichs, Pfyn, zustande kommen könnte.

 

Eine antike römische Säule, ein ehemals tragendes Architekturelement eines Gebäudes, das stellvertretend für die antike Welt stehen kann, aus ihrem archäologischen Zusammenhang zu lösen und nach Pfyn zu transportieren, erschien uns als eine interessante Handlungsmöglichkeit. Das architektonische Element, aus seinem alltäglichen Gebrauch herausgelöst, wird zu einem Symbol einer Zeit. Die Reise des Symbols markiert Zusammenhänge und zeigt Veränderungen auf.

Die Reise, die ausgerechnet im Jahr 2012 – das wieder einmal als Apokalypsejahr ausgerufen wurde – stattfinden wird, spielt ausserdem noch mit den Vorstellungen eines Weltenendes: Die antike römische Säule, die aus der Metropole in die Provinz reist, markiert das Ende der Welt und macht ein weiteres Nachdenken über die Nivellierung unserer Existenz überflüssig.

 

Ausgehend von einer Idee, haben wir das Projekt mit mehr und mehr Menschen geteilt, davon erzählt und Hilfe von vielen verschiedenen Seiten erhalten. Die reisende Säule hat sich zu einer Geschichte mit einer eigenen Dynamik entwickelt und Fans wie Gegner gemacht, die die Entwicklungen des Projekts mitverfolgt haben. Die Geschichten und Anekdoten des Projekts haben sich verselbstständigt und führen ein Eigenleben. Sie bilden die Erzählung einer Geschichte, die sich um die Idee vom Anfang gruppiert hat. Das ist das eigentliche Werk.

 

Im Juli/August 2012 können wir die römische Säule in Pfyn beherbergen. Sie ist eine zarte Schönheit, fragile und leicht, aus Gialllo Antico Marmor aus Tunesien gehauen auf einer Basis aus weissem Marmor. Zusammen mit der Säule aus Schaffhauser Kalkstein, die in der römischen Kastellmauer von Pfyn gefunden wurde, stehen die beiden Säulen für ein paar Wochen, wie Schwestern nebeneinander, für den Moment vereint.

 

Alex Meszmer u. Reto Müller

2012

 

Wir danken für die Unterstützung des Projekts:

Lotteriefonds Kanton Thurgau

Kulturstiftung des Kanton Thurgau

Markus Berni und den zahlreichen Gönnerinnen und Gönnern durch wemakeit.ch

Amt für Archäologie Thurgau

welti – furrer AG

Gemeinde Pfyn

und allen, die geholfen haben das Projekt zu verwirklichen!

 

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