Auftaktveranstaltung ‚Pfyn – Kulturhauptstadt der Schweiz 2011 – 12‘

Trotte Pfyn

Am 13. März 2011 übergeben Dominik Riedo, Kulturminister der Schweiz AD und die Gemeinde Romoos Lu den Titel ‚Kulturhauptstadt der Schweiz‘ feierlich an die Gemeinde Pfyn. Frau Regierungsrätin Monika Knill wird ein Grusswort sprechen, Frau Gemeindeammann Jacqueline Müller darüber berichten, wie sich Pfyn auf die Herausforderung vorbereitet, der Gemeindepräsident von Romoos Herr Franz Koch wird erzählen, was für Romoos der Titel Kulturhauptstadt bedeutet hat, Dominik Riedo und Alex Meszmer werden in einer Bataille culturelle über Kultur philosophieren, während die Städtlimusik Pfyn den Anlass feierlich umrahmen wird.

‚Kultur. Was heisst Kultur? Findet Kultur immer in der Stadt statt? Oder gibt es eine Kultur der Stadt und eine Kultur auf dem Land? Sind die beiden Kulturen verschieden? Gibt es nur eine Kultur? Nur ein Ziel? Hat Kultur überhaupt ein Ziel? Oder nur einen Sinn? Ist letztlich alles Kultur? Und darf man sich zur Stadt machen, um als Kulturort wahrgenommen zu werden? Wann ist eine Ortschaft eine Stadt? Wenn sie genug Kultur hat?‘

Diese Fragen stellte Dominik Riedo, als er Romoos zur Kulturhauptstadt der Schweiz erhob.

Keramikscherben künden von einem Anfang vor 5700 Jahren. Den Namen verliehen die Römer – einem Grenzkastell zwischen zwei römischen Provinzen. Ein mittelalterlicher Tyrann aus der Schweizer Sagenwelt trieb sein Unwesen und baute ein Schloss. Aus dem Abfall der Geschichte lesen Archäologen Zusammenhänge – aber was bleibt für unsere Zeit und von unserer Kultur?

Was passiert in einer kleinen Schweizer Gemeinde, wenn sie sich ihrer Geschichte bewusst wird und beschliesst auch in der Gegenwart Kultur zu leben? Ist Geschichte Kultur genug? Kann man Kultur in einer Gemeinde leben? Und: Kann sich Kultur und Kunst demokratisch aus der Basis entwickeln? Vielleicht sogar: Kann Kultur, kann Kunst demokratisch sein? Bedeutet Demokratie der kleinste gemeinsame Nenner? Heisst Demokratie, dem Konsens Massengeschmack zu folgen? Ist Kultur mehrheitsfähig?
Stecken wir noch in demokratischen Kinderschuhen? Entspricht unsere Kunst und Kultur wirklich unserer Lebens- und Regierungsform? Und: Was müsste sich ändern?

Wir fragen weiter – und sind gespannt auf die Antworten, die wir in den nächsten beiden Jahren sammeln werden.

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