Vigogne Spinnerei

Die Pfyner Spinnerei ist nicht mehr in Betrieb. Sie hat früher natürlich gefärbtes Garn hergestellt. Vigogne ist ein Naturstoff. Die Zusammensetzung bestand aus 3 % Schafwolle und aus 97 % Baumwolle. Die Spinnerei ging vor 13 Jahren Konkurs, weil Vigogne zu teuer wurde und es immer mehr Kunststoffe gab. Die Vigogne ist eine Imitation der Stoffe aus der Wolle der Vikunja-Schafe welche in Südamerika hergestellt wurde. Die Vigogne wurde nur in Europa hergestellt. Die Vigogne wurde billiger hergestellt, als das teure Vikunja Garn. Als aber die noch billigeren Kunststoffe der Chinesen auf den Markt kamen,  wurde die Vigogne Herstellung gestoppt.
Die Heimat der Vigogne-Spinnereien lag im Lande Sachsen. Dort wurde pro Jahr mit 700’000 Spindeln 30 Millionen Kilogramm solches Garn hergestellt. Die Vigogne-Spinnereien waren fast ausschliesslich in den Händen der Sachsen. Die Schweizer konnten den Sachsen Konkurrenz bieten. Die Pfyner Spinnerei war eine der letzten Vigogne Spinnerei. Die Vigogne Spinnerei lag zwischen Müllheim und  Pfyn.

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Als Vater und Sohn der Besitzerfamilie rasch hintereinander starben, verkaufte die Familie die Firma an eine Aktiengesellschaft. Der letzte Arbeitstag der Vigogne-Spinnerei Pfyn war am 10. Januar 1995. Sie wurde ersetzt durch das Möbelhaus Hugo Keller.

Geschrieben von: Henrik Zell, Jannik William und Florian Muehlebach

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