Alte Zeitungen

Meine Gruppe und ich waren in Frauenfeld in der Kantonsbibliothek. Wir haben uns dort alte Zeitungen angeschaut. Die alten Zeitungen sind sehr empfindlich, sie haben eine äusserst kleine Schrift. Auch haben sie fast keine Bilder, ausser in der Werbung. Die Zeitungen waren früher etwa gleich gross wie die Zeitungen heute, aber dafür waren sie dünner und es hat mehr Werbung, als in den heutigen Zeitungen.

 

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Die Reklame
Wir haben in einer alten Zeitung diese Werbung gesehen. Diese Werbung handelt vom Kino Pax in Frauenfeld. Wir haben gesehen, dass sie die Zeiten 8:15 Uhr statt 20:15 Uhr geschrieben haben. Im Jahre 1944 lief der Film „Les Miserables“ in diesem Kino. Vor dem Film konnte man im „Beiprogramm“ die Wochenschau sehen. Sie zeigten damals die ersten Filmaufnahmen der Invasion der alliierten Truppen in der Normandie. Wie man heute im Fernsehen zuerst die Nachrichten guckt und dann einen spannenden Krimi, so ging man früher ins Kino und schaute zuerst die Wochenschau und anschliessend einen Film.

 

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Diese Frau hier oben macht Werbung für die Zahnpasta Sérodent. Solche Bilder zeigen immer, was die Mode damals als chic empfand. Die anderen Frauen wollten auch so aussehen, wie diese hier oben. Früher trug die modebewusste Frau also Schleifen im Haar. Schrecklich!

 

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Das Modegeschäft Perosa machte mit einem Elefant Werbung für das Tragen ihrer eleganten Strümpfe. Wenn man heute solche Werbungen machen würde, dann möchte wahrscheinlich keine Frau dort einkaufen gehen. Die Frauen wollen ja nicht wie ein Elefant aussehen. Früher aber war das eine gute Werbung, für dieses Geschäft.

 

Brand in Pfyn:

Wir haben in einer der alten Zeitungen gelesen, dass es 1912 einen Brand in Pfyn gab. Am gleichen Tag ging die Titanic unter. Dort wo das heutige Pfarrhaus steht, waren früher drei Häuser und die standen 1912 unter Brand. Als an diesem Abend die Häuser brannten, stand das Pfarrhaus nur in 2 Meter Entfernung.

 

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Nach dem Brand gab es 52 obdachlose Personen. Um 11 Uhr Vormittags wurde immer noch Wasser gespritzt. Aber die Gefahr war in dieser Zeit schon vorbei. An dem gleichen Morgen um 2 Uhr ist hier der Ruf des Feuerhorns ertönt. Im Oberdorf ging in einer grösseren Häusergruppe in der Nähe der Kirche eine wirbelnder Feuersäule auf, und in kürzester Zeit, durch den herrschenden Wind angefacht, ergriffen die Flammen den ganzen Häuserkomplex. Bei Konrad Klemenz wurde das Feuer als erstes wahrgenommen, sowie das angebaute Haus der Spinnerei Pfyn. Nach dem Brand war das Mädchenheim nur noch ein einziger Trümmerhaufen. Während das Pfarrhaus in Flammen war, nahm der Stall der Kirchengemeinde Pfyn auch Flammen. Um 6 Uhr morgens waren sämtliche Gebäude nur noch ein rauchender Schutthaufen. Erstaunlich war das nur ein einiziges Schaf, einen schlimmen Feuertod erleben musste, obwohl alle Schafe in der Scheune untergebracht waren, alle anderen Schafe konnten gerettet werden. Der Brand ist auch in Matzingen beobachtet wurde. Das war die Geschichte von Brand in Pfyn, wir haben aber noch so eine tragische Geschichte zu erzählen.

 

Bombardierung der Thurbrücke bei Pfyn:

Die Bombardierung der Thurbrücke Pfyn war ein Zwischenfall des zweiten Weltkrieges im Jahre 1944.
Am Mittwoch zwischen 9:58 Uhr und 10:15 Uhr ist der schweizerische Luftraum über dem Gebiet von Schaffhausen – Kreuzlingen von fremden Flugzeugen durchquert worden. In der Gegend zwischen Felben und Pfyn in Thurgau wurden von amerikanischen Jagdbombardierungsflugzeugen sechs Bomben abgeworfen. Die anscheinend der dortigen Thurbrücke galten, die jedoch ihr Ziel verfehlten. Die Bomben fielen auf Wiesland und verursachten Dachschäden. Die Thurbrücke wurde ausserdem aus Bordwaffen beschossen und dabei leicht beschädigt. Pfyn , 27.September am Mittwochvormittag kurz nach 10 Uhr sind die Pfyner Brüder von etwa sechs fremde Tatflugzeugen die in ziemlich grosser höhe aus der Richtung von Frauenfeld dahergeflogen. Sie schossen Bomben herunter, tragischer Weise, wurden die Pfyner Brüder getroffen, und fielen in die Thur. Aber zum Glück ist Pfyn einem schweren Unglück entronnen.
Das waren die zwei Geschichten die wir Ihnen erzählen wollten.
Geschrieben von: Julia Karrer, Jessica Ott und Muriel Rich

 

Amerikanische Bomber über Pfyn

Herr Läderach erzählte das gleiche Ereignis seinem Enkel Nico.

Mein Grossvater (damals 11 Jahre alt) war gerade am Rinder putzen, als plötzlich Amerikanische Bomber über die Thur flogen.
Die Thur hatte gerade Hochwasser, darum dachten die Amerikaner wohl, es sei der Rhein. Sie warfen Bomben runter. Von der Druckwelle der Bombe sog es meinen Grossvater zuerst ans Wasser und anschliessend mit einem heftigen Druck wieder zurück an einen Sandfelsen.
Mit den Maschinengewehren nahmen sie die Thurbrücke unter Beschuss. Zum Glück wurde niemand verletzt und auch die Thurbrücke nahm keinen grossen Schaden. Später kam dann raus, dass die Amerikaner gedacht hatten die Thur sei der Rhein. Das war ein Erlebnis aus dem Jahre 1944.

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